Nha Trang/HCMC

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Von wegen Charlie surft nicht…

Immer dann, wenn ich nichts schreibe, ist alles in bester Ordnung. Dann bin ich beschäftigt und es geht mir glänzend. So auch die letzten Tage. In Nha Trang hatte ich alle Hände voll zu tun am Strand rumzuliegen, was bei dieser erbarmunglosen Sonne leider nur für 2 Stunden pro Tag möglich ist. Den Rest der Zeit habe ich mit Stadterkundung zugebracht. An einem Tag wollte ich Vinepearl besuchen – irgend so ein Luxusding auf einer nahegelegenen Insel; gesponsort von einem superreichen Vietnamesen. Nach gefühlten 20 km Fußmarsch bin ich dann an der Fährstation (eine Seilbahn!) angekommen und hätte dort 500000 VND hinlegen müssen (knapp 20 Euro), was mir dann doch etwas zu happig war. So bin ich unverrichteter Dinge wieder zurück und habe am Abend in meinem Hostelzimmer Lisa getroffen. Sir kommt aus der Pfalz und ist ein überaus angenehmes Fräulein. *hehe* Wir sind  dann am folgenden Tag zum Strand und um die Häuser gezogen. Josh, ein  netter Kalifornianer war auch noch mit. Die beiden waren aber leider in die Gegenrichtung unterwegs, so dass sich unsere Wege wieder trennten und meine Wenigkeit am nächsten Tag in HCMC eintraf. Hier habe ich gleich meinen Arsch in den Bus Nr. 69 geschwungen und bin ans andere Ende der Stadt gefahren. Dort habe ich bei meinem Couchsurfing-Gastgeber Thuan und seiner Frau Myen (weiß nicht, on das richtig geschrieben ist!) eingecheckt. Ein äußerst nettes Pärchen. Es gab bei ihnen gutes vietnamesisches Essen, ein eigenes Zimmer, Wäscheservice und interessante Gespräche. (Interessant deswegen, weil die engliche Aussprache der Asiaten mitunter sehr rätselhaft ist. ;)) Jedenfalls habe ich bei den beiden 4 wunderprächtige Tage verbracht. Am 1. Tag gabs lecker Essen mit Thuans alten Schulfreunden – und Bier und anschließend Müdigkeit. Am 2. Tag gabs dann die übliche Stadterkundungstour. Downtown. Dort sind Touristenvorkommen relativ normal, in abseitigen Vierteln hingegen wird man als Ausländer wie eine Zirkusattraktion betrachtet. An Tag 3 habe ich dann die berühmten Cu Chi Tunnel besucht. Dort habe ich Richard den Belgier getroffen, mit dem ich dann, da wir noch viel vom Tage übrig hatten, das Millitärmuseum besichtigt habe. Besonders interessant waren dort die alten „Solidarität“-Plakate aus alten DDR-Beständen. Am letzten Tag habe ich mich dann entschlossen, noch einen kleinen Abstecher ins Mekongdelta zu machen. Um dafür die richtige Busstation zu finden, musste ich eine kleine Nahverkehrsodyssee in Kauf nehmen – was aber glücklich endete und vor allem keine 10 Jahre gedauert hat. Heute nun bin ich in der kleinen Stadt My Tho gelandet, wo ich gerade gemütlich bei Tee und Kaffee an einem Mekongarm zwischen alten Wellblechhäusern und verrosteten Booten sitze und diese Zeilen abfasse. Es ist eine beschauliche Stadt und nur eine handvoll Touris hier. Ich weiß noch nicht, was ich hier alles anstellen werde. Leider zwingt mich nun die einbrechende Dunkelheit zu endigen und ins Hotel zurückzukehren. Übermorgen gehts dann weiter nach Ben Tre und anschließend so langsam in Richtung Kambodschanische Grenze. Meld mich wieder.

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