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Wandertag – Arequipa/ Cusco

Die ca. anderthalb Wochen in Arequipa und Cusco sind mit ‚rumlaufen‘ Recht gut umschrieben.
Zunächst war ich für zwei Tage und eine Nacht im Colca Canyon. Am ersten Tag haben wir Kondore gesehen und sind dann ein paar Stunden lang nur bergab gegangen, um dann am folgenden Tage einen anderen Berg wieder hochzuklettern. Hat urst Spaß gemacht. Wetter und Landschaft waren gut und die Wandertruppe auch. Wir waren 4 Deutsche, ein Australier, eine Holländerin und ein belgisches Pärchen.
Mit dem etwas älteren deutschen Paar, welches mit war und dem Schweizer Hostel-Barista hing ich dann noch zwei Tage in Arequipa ab (schöne Stadt übrigens). Am Abend gab’s ein riesen heiapopeia Umzug von Pro-life (Abtreibungsgegnern) auf dem Hauptplatz. Schon irgendwie grußselig, wie tausende von Christen Recht unreflektiert da abfeiern!
Anschließend ging’s im Nachtbus nach Cusco. Hier hab ich (schon wieder!) Caroline getroffen und wir sind gemeinsam zum Rainbow Mountain + Red Valley gefahren.
Am folgenden Tag ging’s dann (wieder allein!) nach Machu Picchu. Eine unglaubliche Touristenschwämme. Ein Tag hin, ein Tag zurück und ein Tag für MP. Da der Eintritt ca. 70$ musste man da den ganzen Tag bleiben! 😉 (Die Quelle dieses Ausspruchs ist dem Autor bekannt!) Bis auf das wandern war es auch sehr nett da und das Wetter hat mitgespielt.
Gestern gab’s noch ein Relax-Tag und heute geht’s dann mit dem 20 Stunden Bus weiter nach Lima. Equador und Kolumbien rücken immer näher. 🙂

Sucre/ Cochabamba/ La Paz/ Copacabana/ Puno

Während ich aufs Essen warte (heute gibt’s mal Pizza! – die bekommen sie in diesen Breiten leider nicht hin. Ich vermute, es liegt am Teig… oder am Käse!) fange ich schon einmal an, die neusten Begebenheiten zusammenzutragen.
In Sucre hatte ich ein sehr schönes Hostel mit Garten. Eine Einladung zum Abhängen. So konnte ich meinen Papierkram erledigen, wobei mir die Spanier etwas geholfen haben! Die ganze San Pedro Clique hat sich nämlich im wunderschönen Sucre wiedergetroffen. Allerdings haben wir außer ein paar Aussichtspunkte erklimmen, einen beleuchteten Springbrunnen mit Sounduntermalung und dem Genuß lokaler Köstlichkeiten nicht viel unternommen.
Dani & Marta flogen weiter nach Santa Cruz und Helena und Bernat fuhren mit mir in Richtung Cochabamba und von da weiter in ein kleines Kaff. Dabei habe ich den Luxus eines Touristenbusses genossen, während die armen Spanier im lokalen Bus fahren mussten. Dafür wars für sie aber auch spottbillig. Bereits hier durfte ich feststellen, dass man ab Bolivien etwas mit dem Feuer spielen und auf (halb-)leere Busse spekulieren kann. Drückt den Preis enorm.
In Cochabamba war ich nicht lange, habe dort Caro wiedergetroffen und wir haben uns den wohl größten Markt Südamerikas angeschaut und eine sehr große Christusstatue. Vorschläge von einer gewissen Person, wie Wodka-O trinken, in ne Stangendisse gehen oder ein Fußballspiel schauen, wurden aus Geld- und Zeitgründen verworfen.
Wir sind dann getrennt nach La Paz aufgebrochen – haben uns dort aber wiedergetroffen und sind mit der Seilbahn gefahren (ersetzt in LP die U-Bahn). Man erhält einen grandiosen Überblick über die Stadt und kann sogar bis zur Nachbarstadt El Alto fahren, die noch etwas höher liegt als La Paz und wo man einen noch besseren Einblick in das normale bolivianische Leben bekommt. (Meinung des Autors.)
Ich habe mich dann noch todesmutig die Death Road auf nem Mountainbike runtergestürzt. War ein Klacks.;)
Von La Paz aus ging’s noch für zwei Tage nach Copacabana an den Titicacasee. Hier haben wir – zusammen mit Dominik aus Deutschland (hab ich im Hostel aufgegabelt) – einen Ausflug zur Island del Sol unternommen. War ein ganz netter Ausflug bei schönstem Wetter und mit viel Kletterei und Bier.
Anschließend ging’s für mich weiter nach Puno und Caroline ist nach Cusco gefahren.
Puno hat jetzt nicht so viel zu bieten. Ich bin etwas eingelaufen und habe kostenlose Geldautomaten gefunden und mir neue Kopfhörer gekauft. (Meine guten 3€ Kopfhörer aus Chile waren irgendwie… naja… verschwunden. Jetzt müssen die 4€ Dinger aus Peru richten.
Vorgelagert vor Puno gibt es noch ein paar künstliche Inseln aus Schilf. Dort leben ca. 2500 Indios, deren Vorfahren einstmals vor den Inkas flüchten mussten. War sehr interessant – und leider auch sehr touristisch.
Nun bin ich gerade in Arequipa angekommen, wo im Hostel viel Deutsch gesprochen wird – und ich mir ein paar Durchfallgeschichten anhören darf.

San Pedro/ Uyuni/ Potosi

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, in San Pedro kommt man ohne Fahrzeug nicht weit, weshalb man Touren buchen muss. Ich hatte derer drei. Einmal das Tal des Mondes, einmal in die Sterne gucken und einmal Baden in einem Salzsee (wie das Tote Meer, nur in sehr klein). War alles „mega“ (heutige Jugend) schön und genau das, wonach es sich anhört!
Der letzte Tag in San Pedro gehörte der Bürokratie. Ich brauchte ja so einen Lappen für Ausreise aus Chile. Meinen, den ich an der Grenze bekommen habe, hatte ich entsorgt. Sah zu unwichtig aus.
Nun gut, musste ich eben nach Calama in die nächstgrößere Stadt. Es handelt sich dabei um eine alte Kupfergräber-Stadt und ist leider absolut nicht sehenswert. Dort am frühen Morgen angelangt, musste ich aufs Polizeipräsidium eilen (PDI). Eine exquisite Erfahrung. Dutzende Leute stehen an, um irgendwas zu machen, und scheinbar hatte auch jede und jeder einen Termin. Nach drei oder mehr Stunden hatte ich die Faxen dicke und frug direkt mit meinem unwiderstehlichen Spanisch beim netten Wachmann, ob er da was machen könne. In der Tat wurde mein Pass mitgenommen und mir ein paar Minuten später wieder überreicht, mit der gewünschten Kopie. Somit ging’s dann gut gelaunt und 9 Euro ärmer (Bus) wieder zurück nach San Pedro.
Dort angelangt, wurde noch schnell eine dreitägige Tour nach Uyuni (Bolivien) gebucht und das letzte Kleingeld verjubelt. (Meine treuen iranischen Flipflops hatten das Zeitliche gesegnet und ich brauchte Ersatz!)
Am folgenden Tage ging’s dann in einer Sechsergruppe (1x Australien, 4x Spanien und icke) nach Bolivien. An der Grenze stiegen wir in einen leistungsschwachen Toyota-4WD um, der von unserem bolivianischen Fahrer Luiz gelenkt wurde. Gemeinsam klaperten wir dann unzählige Lagunas und Felsenformationen, Geysire, einen Zugfriedhof sowie die Salzwüste von Uyuni ab. Der Ausflug war zwar für meine Verhältnisse etwas teurer – hat sich aber gelohnt!
Die Australierin (Caroline) und ich hatten dabei auch etwas Glück, dass die beiden spanischen Pärchen (Bernat & Helena, sowie Marta & Dani) an Bord waren, um hin und wieder zu übersetzen.
Überhaupt war die Gruppe echt gut, so dass wir auch nach der Tour noch gemeinsam in Uyuni essen waren. (Und wer weiss, vielleicht treffen wir uns alle hier in Sucre noch einmal, wo ich Grad bei Regen im Hostel sitze und diese Zeilen tippe…)
In Uyuni selbst, gab’s nicht viel zusehen, so dass ich am nächsten Tag mit Dani und Marta nach Potosi gefahren bin. 4000 Meter Höhe merkt man dann doch, vor allem, wenn man nicht mehr der Fittesten einer ist.
Potosi war mal, aufgrund von immensen Vorkommen an Bodenschätzen (hauptsächlich Silber und Zink), eine der reichsten Städte der Welt. Heute wird da immer noch abgebaut und man kann die Minen besichtigen, während darin gearbeitet wird.
Das haben wir dann auch gemacht und jede Menge über das Bergbauwesen in Bolivien erfahren. Mal vom Dynamit abgesehen, wird da noch gearbeitet, wie schon vor 500 Jahren, jeder Minenarbeiter malocht für sich selbst (d.h. die Bezahlung ist das, was man aus dem Berg rausholt!).
Trotzdem sind die Arbeiter nicht ganz unreflektiert. Sie wissen auch, dass Modernisierung (und damit verbundene bessere Bedingungen) nur Arbeitsplätze kostet und das mehr erwirtschaftete Geld da verschwinden würde, wo es leider immer verschwindet. Und freilich hoffen vor allem diejenigen, die noch nicht zu alt sind, auf eine Zukunft ohne Bergbau. Vielleicht ja im Tourismus.
Am folgenden Tag haben wir dann noch ein Museum zum Thema Münzherstellung (sehr interessant!) und die Kathedrale besichtigt. Danach ging’s flux ins nahegelegene Sucre. Eine Fahrt dahin dauert zwischen 3 und 4 Stunden. Unser Fahrer – die große bolivianische Formel 1 Nachwuchshoffnung – schaffte es in 2,5. Die Landschaft ist schon atemberaubend und auch Sucre macht einen guten Eindruck. Hier werde ich mich erstmal ein paar Tage aufhalten, meiner weiteren Reise etwas mehr Kontur verleihen und ein paar bürokratische Angelegenheiten (diesmal deutsche) regeln. Voraussichtlich Samstag soll’s dann weitergehen nach Cochabamba und dann La Paz.
Ich werde berichten – und genießt die Champions League-freie Zeit! Der letzte deutsche Vertreter is heute ausgeschieden!

Santiago/Valparaiso/La Serena

Ich bemerke gerade, dass hier lange nix kam… 🙂
Beginnen wir mit Santiago. Die Andenueberquerung war recht spektakulaer. Einmal hoch, dann wieder runter und zwischendrin der hoechste Berg des Gebirgszuges. Kann man schon mal machen.
Santiago war dann ein Moloch wie jeder andere auch. Dort verbrachte ich recht viel Zeit in einem Hostel, in dem erstaunlich viele Kolumbianer arbeiteten. Merkwuerdig. Von denen lernte ich das Rezept fuer Melonenwein. (Weisswein und Melone!) In der Stadt selbst gabs jetzt nicht so viel zu sehen… auffaellig war lediglich die ueberdurchschnittlich hohe Anzahl an bemalten und besprayten Waenden. Alles sehr bunt da!
Nach drei Tagen gings dann weiter in die bisslang schoenste Stadt: Valparaiso. Die vielen, meist schon sehr alten,
Haeuser lagen schoen am Hang, wie man es von den Mittelmeerhafenstaedten kennt. Ein grossteil war ebenfalls kuenstlerisch verziert. (Ich glaube, Chile ist das Paradies fuer Graffitikuenstler!) Jedenfalls hab ich es in meinen fuenf Tagen da nicht allzusehr mit Aktivitaeten uebertrieben. Ne Stadtfuehrung war dabei, (Sonnen-)baden, und Einkaeufe (im Supermarkt).
Anschliessend war ich in La Serena, wo ich noch auf dem Weg zur Unterkunft von einem aelteren Deutschen begruesst wurde. Die sind wirklich ueberall. Das Staedchen selbst war interessant (langer Strand – doch leider nicht immer schoenes Wetter!). In der Naehe gibt es noch das beruehmte Equi-Tal. Da kann man Landschaft, Weinberge und Sterne schauen. Braucht man aber etwas mehr Zeit fuehr.
Der Zeitfaktor koennte wirklich bald zum Problem werden… Fuer alles, was ich noch vorhabe. Ojeoje. Hinzu kommen auch noch kleine Buerokratische Wehwehchen. So hab ich beispielsweise eine komische Quittung verlegt,die ich fuer die Ausreise aus Chile benoetige… aergerlich. Kostet alles wieder Zeit, Geld und Nerven.
Die naechsten drei Tage in San Pedro sind somit schon pickepackevoll… von denen ich alsbald berichten werde.
Hasta Luego.

Cordoba/Mendoza

Vorm Abendessen (es gibt Empanadas) seien schnell noch diese Neuigkeiten in die Tasten gehauen… und da mir letztens eine zu epische Schreibweise vorgeworfen wurde, bleib ich diesmal mehr bei den trockenen, nüchternen Fakten.
Cordoba war ein Genuss. Die beste Station so weit. Lag aber auch daran, dass ich Hilfe hatte. Facu, der Bruder von Greta (die mit mir im selben Haus wohnt) hat mir ordentlich unter die Arme gegriffen. So waren wir z.B. bei einem Fußballspiel. Cordoba vs. Bocca. Das Spiel mit einem gutem Zweitliganiveau endete 1:1. Ständiges Getrommle und Gesinge (von dem ich nicht viel verstanden habe, das meiste davon aber wohl auch auf unseren Plätzen gebrüllt wird) waren schon faszinierend.
Am ersten Tag habe ich noch einem Konzert von Facus Jazzband beigewohnt und am letzten Tag gab’s noch Argentinisches Steak. Lecker und billig. (Das Steak, nicht das Konzert!)
Unterkommen durfte ich bei Augustin, einem Freund von Facu. Sein Apartment war gerade leer… Also wortwörtlich – es gab nur eine Matratze. Reicht.
Nach 5 Tagen ging’s dann weiter nach Mendoza. Ein nettes kleines Städtchen am Rande der Berge. Recht touristisch, hauptsächlich des Weines wegen. Hab hier ein paar relaxte Tage verbracht – Das Hostel hier hat diverse Abendessen (Spezialitäten) für den schmalen Taler angeboten… mit recht viel Wein.;-) Ich habe etwas an meinem Teint gearbeitet und mein Spanisch auf ein schlechtes A1 Niveau gehoben. Einen Ausflug zu einem Badesee hab ich wohl selbst vergeigt… Dachte erst, die Busfirma hätte es verrissen (ich war wirklich sauer – konnte aber mit schlechtem Spanisch nix ausrichten) – aber gerade eben hab ich gemerkt, dass meine Uhr eine Stunde nachging… Wieso? Keine Ahnung. Das wird wohl niemals aufgedeckt werden.
Morgen geht’s weiter nach Santiago.
Genießt den Frühling in Deutschland und bis bald!

Argentinien/Buenos Aires/Iguazu

Ok. Ich ueberspringe mal den Teil mit der anderthalb monatigen Spritztour gen Spanien und Portugal – und komme gleich zum Wesentlichen.
Seit nunmehr ueber einer Woche gurke ich schon durchs wilde Argentinien. Nach einem erfreulich unkomplizierten Flug (jawoll, ich habe mir vorgenommen, dies Jahr wieder mehr zu fliegen! :)) gings auch schon los. Noch relativ komfortabel vom Airport in die Stadt gelangt, sagte man mir am Hostel, es gaebe kein Strom, Wasser, Internet – und es waere cool, wenn ich mir ein anderes suchen koenne. Gleich umme Ecke gabs dann auch eins, dass hatte wenigstens Wasser. (Paar Tage spaeter dann auch wieder Strom und Internet.) Naechste Ueberraschung: meine extra angefertigte Kreditkarte liess kein kostenloses Geldabheben am ATM zu. Auf knapp 100 Euro (Limit!) muss man knapp 10 Euro Gebuehren bezahlen. Ein Lose-Lose-Geschaeft fuer mich. Mal schaun, wie lange meine natuerlichen Bargeldvorkommen reichen werden. 🙂
Ansonsten isses hier erstmal wie in anderen Laendern auch: warm, schmutzig, laut – so, wie ich es mag.
Nahezu alles ist hier vergittert. Jeder schuetzt das bisschen, was er hat – und man beginnt die Zeiten zu vermissen, als niemand was hatte. (Kann sein, dass ich das nur getraeumt habe!)
Jedenfalls gabs jetzt auch nicht so viel zu sehen in der riesigen Hauptstadt, drum bin ich nach ein paar Tagen gleich nach Iguazu gefahren, im Dreilaendereck: Argentinien, Brasilien und Paraguay, wo es grandiose Wasserfaelle zu bestaunen gibt. (Bilder folgen!) Gestern gesehen – heute wollt ich nochmal hin, da wurde doch glatt der Busbetrieb dorthin eingestellt. Also bin ich etwas im schmalen Touristaedchen umhergewatschelt und lasse mich jetzt gerade von Moskitos zerstechen. Morgen gibts dann nochmal nen Anlauf.
Am Freitag dann weiter nach Cordoba. Da scheint schon alles bestens vorbereitet fuer mich… ich werde berichten. 🙂
Bis dahin: Adios.

Jordanien, Qatar

Da ich keine Böcke habe auf viel Tipperei, werd ich mich wie gewohnt kurz fassen.

Mit dem Bus gings von Dahab nach Noweba. An der Bushaltestelle habe ich dann Sebastian aus Berlin getroffen, der dasselbe Ziel hatte: Petra. Nur er hatte einen anderen Weg gewählt. Ägypten (Taba) – Israel (Eilat) – Jordanien (Aqaba). Für mich sollte es direkt mit der Fähre von Noweba nach Aqaba gehen. So vereinbarten wir ein Wettrennen. 🙂
Um es kurz zu machen: Sebastian hat gewonnen. Er war eine Stunde früher da.
Meine Überfahrt verlief absolut problemlos – war nur leider mit 100$ überraschenderweise teurer als geplant. (Über Israel ist man also schneller und günstiger!)
Nach einer Übernachtung in Aqaba machten wir uns auf nach Petra. Dort sind wir dann um die wohl beeindruckendsten Felsenhaeuser gezogen, da wo gibt. (Bilder folgen bestimmt noch!)
Anschliessend trennten sich unsere Wege wieder und ich fuhr in die Hauptstadt – nach Amman. Auf der Fahrt (genauer: eigentlich schon im Hotel in Petra) habe ich Silja kennengelernt. Sie ist aus der Schweiz und auch schon seit geraumer Zeit unterwegs. Wir haben uns dann den ganzen alten Plunder in Amman und Jerash angeschaut, bevor es dann für mich am Mittwoch mit dem Flieger nach Doha ging. Dort (bzw. hier) sitz ich grad und schreibe diese Zeilen. (Sklaven hab ich hier übrigens keine gesehen. ;))
Jens H. (nicht zu verwechseln mit mir: Jens L.!) hat mich vom Flughafen abgeholt und mich bei sich und seiner Familie untergebracht. Gestern habe ich mir die Souq und das Museum für Islamic Arts angeschaut – und damit eigentlich auch schon den kompletten Sehenswürdigkeitenpool ausgeschöpft.
Heute gehts noch mal an den Strand – bei knapp 40 Grad lohnt das! – und morgen dann weiter nach Shiraz.
Melde mich wieder von dort!

Ägypten

Nach meiner Rückkehr nach Istanbul und einem sportlichen Lauf, mit reichlich Rucksacküberladung, durch die altbekannte Fußgängerzone, hieß es dann Abschied nehmen von Döner, Kaffee und Bauchtanz (Stromberg). Mein nächstes Ziel hieß Ägypten. Und da man im Moment den Landweg dorthin eher meiden sollte (bzw. nur in Begleitung einiger Panzerdivisionen schafft!) – wählte ich das Flugzeug. Ein Bruch mit meinen Reiseregeln, den ich in den nächsten Tagen leider noch öfter vollziehen werde.
Wie auch immer. Mit einem Umstieg in Athen erreichte ich schlußendlich Kairo. Und mitten in der Nacht von zwei volltrunkenen Personen am Tahrirplatz abgeholt zu werden, ist schon ziemlich einzigartig. Was ein Land, was eine Stadt, was ein Gewusel. Und überall Sicherheitskräfte und Checkpoints. Irgendeine diffuse Angst, nicht nur vor Terror, sondern auch irgendeine geglaubte Macht zu verlieren. So scheint es zumindest.
Naja. Wie nicht anders bei Herrn L. zu erwarten, gab es ein buntes Rahmenprogramm. Wir haben z.B. zwei Arthausfilme geschaut: Party Girl und Batman vs. Superman. Beide gut. Die Fledermaus hatte den Stählernen schon am Boden… doch dann… schauts euch selbst an. Genauso den anderen Streifen. Es ging um Liebe – und das Scheitern eben dieser.
Eine schöne Nacht-Segelboot-Fahrt über den Nil durfte ich auch miterleben, sowie die großartigen Mitbewohner von Christoph kennenlernen.
Zwei Tage waren wir noch im Delta und haben Pferde und Gastfreundschaft über uns ergehen lassen. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man das unbedingt einmal tun. Wichtig dabei: unbedingt einen Übersetzer dabei haben. Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, mal wieder ein Maschinengewehr abzufeuern – bei einer original ägyptischen Hochzeit.
Dann war meine Wenigkeit noch für reichlich drei Tage in Alexandria. Dort habe ich Nermine und Mostafa wiedergetroffen und somit ein paar außergewöhnliche Seiten dieser schönen Stadt kennenlernen dürfen. Stadtbummel auf der Promenade, Besuch des Kastells, Tischtennis spielen undundund. Herrlich.
Nach meiner Rückkehr ins beschauliche Kairo besuchten wir noch Garbage-City. Die koptischen Christen in Kairo sammeln den Müll ein und recyceln ihn in ihrem Stadtviertel. Eine ganze Gemeinde lebt im Müll. Das kann man sich nur schwer vorstellen – muss man gesehen haben. Außerdem gibts da eine riesige Open-Air Felsenkirche, wo jeden Donnerstag exorziert wird.
Dann musste ich rasch weiter nach Assuan. Nubien. Hier ist es wirklich heiß. Untergekommen bin ich bei Ashraf auf dem Boot, und habe den Grabtempel besichtigt, das Ruinenkloster von Weitem gesehen. Ich habe die Wüste durchstapft und das Inselleben genossen. Anschließend gings weiter zu den Gräbern und Klöstern in Luxor, wo man auf der Strandpromenade aller 10 Meter etwas angeboten bekommt. (Taxi, Kutsche, Boot usw.)
Nach einem weiteren Tag in Kairo (mit Bier!) gings dann weiter Richtung Sinai. Dahab, um genau zu sein. Schönes Touristen- und Taucherfleckchen direkt am Roten Meer. Leider war wenig los und das Wetter zu windig und leicht zu frisch, um zu baden. Somit gings weiter nach Jordanien.