Lima / Trujilo

Ich werde faul. Zu faul. Jetzt, da ich mich in der Nacht zur kolumbianischen Grenze begeben werde, habe ich noch ein wenig Zeit, die vergangenen Stationen (sofern ich mich noch erinnere!) im Schnelldurchlauf abzuhandeln.
Drei Tage in Lima. Eine ganz hervorragende Stadt und weit weniger unerträglich als erwartet. Hektisch zwar – aber die Naehe zu Meer und Sonne reissen es herraus. Mein Hostel lag im Bezirk Miraflores. Da liegen – abgesehen von der Innenstadt – wohl die meisten Unterkünfte. Leider etwas weit weg vom Zentrum, so daß man den Express-Bus (immer rappelvoll) nehmen musste. Limas Altstadt ist recht nett anzuschauen und man kann günstig speissen. Stadtauswärts liegt dann noch das ruhige Urlauberviertel Barranco (scheinbar nur was für Reiche und Touristen!). Hab ich mir jedenfalls auch noch reingezogen.
Interessant an Lima ist die Küste. Es gibt einen schmalen Streifen Strand und Schnellstraße – und dann geht’s aber ca. 30 Meter steil nach oben. Ein natürlicher Tsunami-Stopper.
Nächster Halt war Trujilo. Ein Geheimtipp, da man hier viele Prä-Inka Ruinen besichtigen kann. Zum einen gibt es zwei Tempel-Pyramiden (Sonne+Mond) der Moche, zwischen denen es Mal eine riesige Stadt gab. Einen der Tempel (Mond) kann man besichtigen. Zum anderen gibt es die gewaltige Stadtanlage ‚Chan Chan‘ der Chimor-Kultur, welche noch erstaunlich gut erhalten ist. Ein weiteres absolutes Muss ist die Mauer ringsum die Universität. Von der Aussenseite ist sie komplett mit einem Mosaik (und verschiedene Motiven!) ausgestaltet. Die alten Römer würden völlig zurecht neidisch werden. (Ich hab gehört, das Kunstwerk ist selbst nach über zwanzig Jahren Arbeit noch nicht richtig fertig. War allerdings zu faul, das zu prüfen…)
Nach zwei erträglichen Tagen und einem kurzen Umsteigestopp in Piura (hier bin ich zunächst zum falschen Busbahnhof gehastet!) ging’s dann mit dem Bus weiter Richtung Equador.

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