Mekongdelta / Phnom Penh

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Meine letzten Tage in Vietnam habe ich sehr unaufgeregt im Mekongdelta verbracht. In den beiden Städtchen My Tho und Ben Tre hatte ich mir jeweils den Luxus eines Hotelzimmers gegönnt. In Ben Tre wars sogar etwas teurer (10$) – dafür hatte ich da eine Badewanne. Das erste mal seit langer Zeit wieder richtig sauber und mit Bier und Film – ein wahres Luxusabenteuer. 😉

Anschließend ging es in die größte Stadt des Deltas – nach Can Tho. Hier gabs glücklicherweise wieder CS-Hosts wie Sand am Meer. Meiner nannte sich Anti. Verdammt jung und verdammt lustiger Zeitgenosse. Sein Apartment – eine Art Legebatterie für 50 Euro im Monat (und für Can Tho somit extrem teuer!) – war sehr sehr aufregend. Besonders die Chinesische Toilette ohne Spühlung und seine Schüsseldusche hatten es mir angetan. Jedenfalls hatten mich Anti und seine Freundin mit zum Essen, zu Musik und zum Floating-Market (eine Art Basar auf dem Fluss) genommen. Für letzteres ist Can Tho sogar über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Da wir leider wenig Zeit hatten und ich wie immer viel zu geizig war, haben wir runs das Boot zum Markt geschenkt und ich habe lediglich ein paar Fotos von aussen gemacht. Wenig spektakulär muss ich leider sagen – allerdings hatte ich meine erste längere Moped-Mitfahrt, was sehr gefallen hat.

Nach dem Frühstück dann, hiess es Abschied nehmen und ich bin mit dem Bus weiter nach Chau Doc gefahren. Hier habe ich das lästige – quatsch – lustige österreichische Pärchen Maggy und Martin getroffen. Sie kommen (obacht Nils!) aus Graz und haben im wesentlichen dieselbe Reiseroute wie meiner einer – zumindest bis nach Australien. Wir haben uns in der Stadt ein Zimmer geteilt (wird unglaublich günstig dadurch!) und anderthalb Tage Chau Doc unsicher gemacht. Das Highlight war ein Ausflug zum höchsten Berg der Gegend mit seiner grandiosen Aussicht. Schlussendlich sind wir dann mit dem Boot nach Phnom Penh gedüst. Dabei hat sich noch die Julia (ebenfalls aus Österreich!) der Gruppe angeschlossen. Zu viert gings dann also ins Nomaden Hostel (geleitet von einem Britten mit starkem Dialekt und Rededrang) und anschließend zu den touristischen Ausflugszielen der Stadt (Killing Fields, S21, Russian Market, Royal Palace, Silver Pagoda und noch win paar andere Temple). Alles wurde schön brav fotografiert und memoriert. Ein schickes 2$ Shirt, passend zur 2$ Hose wurde auch noch gekauft.
Am dritten Tag nach unserer Ankunft in dieser wunderbar dreckigen Stadt, sind die drei in verschiedene Richtungen abgereist und haben mich zurückgelassen. Da habe ich mir ein Fahrrad geliehen und bin in den Süden gefahren um in Reinholds grosse Fußstapfen zu treten. (dazu später ggf. mehr!) Sollte dies nicht klappen, so wäre dies auch kein Beinbruch, da ich dadurch meine Reise etwas beschleunigen könnte (ebenso wie mein Geldausgeben!). Vermutlich gehts dann erstmal in Richtung Süden – zur Küste, dann nach Siem Reap und anschließend nach Thailand. Mal schaun.

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