Shenzhen/Chengdu

Da wird nicht lange um den Hotpot herumgeredet..

Da wird nicht lange um den Hotpot herumgeredet..

Ich nutze gleich die Regenzeit in Kunming und die lokale Hosteltechnik um hier im Blog mal wieder was zum Besten zu geben. (Ich hoffe, dass liest ueberhaupt noch jemand – was mir aber ehrlich gesagt auch wurscht ist!) Ich wuerde mich ja gern auch oefter mitteilen – jedoch ist jede Internetverbindung in China ne Katastrophe. (Liebes China, so wird das nix mit der Weltherrschaft!)

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, das Treffen mit Scott in Zhenshen. In der Hauptsache bestand es darin, Snacks und gekuehlte Getraenke zu konsumieren, eine kleine Campustour zu machen und shoppen zu gehen. Jawohl: shoppen!

Ich habe mir einen neuen, kleineren Schlafsack und Shirts gekauft und wollte mir zudem noch eine gute chemische Keule gegen Moskitos zulegen – was allerdings in der Naturheilmedizin Hochburg China fast unmoeglich ist. Den Schlafsack habe ich gegen meinen grossen und schweren eingetauscht. Ausserdem habe ich noch meine sperrige und waermere Kleidung aussortiert und zurueckgelassen, was sich im Nachhinein hoffentlich nicht als Fehler herrausstellt!

Ich schweife schon wieder ab. Scott hat mir noch ein paar interessante Dinge ueber China und Shenzhen erzaehlt. So war diese Stadt eine Modellstadt und Versuchsort Chinas fuer eine geoeffnete und liberale Wirtschaft bzw. Maerkte. Diese Reissbrettstadt hat die perfekte Lage zu Ozean und Hongkong und die Bevoelkerung ist bunt zusammengewuerfelt aus allen Teilen Chinas.

Aber ok. Ich will hier niemanden langweilen. (Immer vorausgesetzt, das liest ueberhaupt noch jemand!) Am naechsten Tag ging dann mein Zug nach Chengdu. Allerdings erst abends, so dass ich noch Zeit fuer ein kleines Abschiedsessen mit Scott hatte. (Ich glaube der war wirklich ganz froh, eine Ausrede zu haben, um seine 60 Examensklausuren nicht korrigieren zu muessen! Und ich war froh, dass er so wohlwollend ueber meine stuemperhaftes Englisch hinweggesehen hat! :-))

Die Fahrt nach Chengdu verlief dann leider nicht ganz so glatt wie gewuenscht. Aufgrund des starken Regens wurden aus angesetzten 30 Stunden schnell 36. Allerdings habe ich mich dennoch mit meinem Gastgeber Yiou treffen koennen. Yiou wohnt in einem auffaellig und angenehm flachen Stadtviertel im Norden von Chengdu, in einer ueber zwei Stockwerke reichende Wohnung. Die Einrichtung kann man durchaus spartanisch nennen – keine Moebel und nur das Notwendigste. Leider habe ich es versaeumt davon ein Foto zu machen.

Am Tag meiner Ankunft wurde nix mehr unternommen. 36 Stunden Zugfahrt in einem chinesischen Hardsleeper-Abteil schlauchen denn doch ganz schoen. Fast immer werden saemtliche Kleinkinder mitgeschleppt, so dass folglich an Ruhe nicht zu denken ist. Alles ist voll bis auf den letzten Platz und geschlafen wird dann familiaer meist zu zweit oder zu dritt auf einer Liege. Wirklich unglaublich! (Ich moechte nicht erwaehnen, wie die Klos nach einem solchen Trip aussehen….)

Am zweiten Tag habe ich mir dann Pandas angeschaut. Eine Touristenattraktion wie unser Leipziger Zoo, nur eben mit Pandas. Abends gab es dann noch einen ‚Hotpot‘ mit Yiou und seinen Freunden. Das ist eine Art Fondue – bloss mit allem (auch Innereien!) und ohne Kaese. War scharf und lecker.

Der dritte Tag, Sonntag, gehoerte dann ganz dem Faullenzen und mit Yiou die oertlichen Essensspezialitaeten probieren. Montags wurde dann das Wetter erheblich schlechter, so dass ich nur noch das aktuell weltgroesste Haus angeschaut habe. Ein weiterer gigantischer, higher-class Einkaufstempel, in dem aber scheinbar niemand einkauft, ausgestattet mit Kino, Badestrand und Eislaufflaeche. Eine Zusammenkunft mit jenem ominoesem Patrick (ein Freund von Ben) gabs leider nicht, da er nicht auf meine Mails geantwortet hat, ich keine Adresse und eh keine Zeit mehr hatte. Abends gings dann nochmal schoen chinesisch dinieren mit meinem Gastgeber.

Am Tag meiner Abreise setzte dann ein massiver und langanhaltender Regenschauer ein. (Weltuntergangsaehnlich!) Viele Zugverbindungen wurden gecancelt. Meine jedoch nicht. Ich hatte Glueck und kam mit nur 3 Stunden Verspaetung in Kunming an, habe mir dann hier ein Hostel gesucht (CS-Hosts waren alle ausgebucht!) und habe schlussendlich im Cloudland-Hostel eingecheckt. Es dauerte auch nicht lange und ich hatte das erste Gespraech an der Backe. Ein netter alter Chinese – der mir seinen Namen noch nicht genannt und mir eine halbe Paprika geschenkt hat – hat mal in Osteuropa chinesischen Billigkram verkauft und kam dann durch einen Hausverkauf zu ordentlich Geld. Nun reist er umher. Faszinierend. Gleich darauf lernte ich einen meiner Zimmergenossen kennen (Name schon wieder vergessen). Er ist Amerikaner, hat Russisch studiert, spricht ganz ausgezeichnet Deutsch, Franzoesisch und Spanisch und lehrt zur Zeit Englisch in Nordchina. In seinen Ferien will er nun zu Freunden in Thailand. Wow.

Ich fuer meinen Teil werde hier erstmal fuer 5 Tage bleiben und das Wetter im Auge behalten. Wenn es hier eine normale Regensaison wird und es nur ein paar Stunden am Tag regnet, dann gehts naechste Woche weiter nach Laos. Schifft es hingegen ununterbrochen, dann werde ich die Sache wohl nochmal ueberdenken und wo anders hinmuessen. Vielleicht gibt es auch noch einen kleinen Ausflug nach Dali (oder Lijiang). Haengt vom Wetter ab.

Jetzt traut sich auch die Sonne wieder raus – und ich mich wahrscheinlich auch! Fotos gibts die Woche bestimmt auch nochmal ein paar neue.

Ihr hoert von mir!

2 Gedanken zu „Shenzhen/Chengdu

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