Hongkong

Welcome to the jungle!

Welcome to the jungle!

So. Da isser wieder.
Gerade wurde ich von einem Chinesen gefragt, ob wir ‚in touch‘ bleiben wollen, wenn ich wieder zurück in Deutschland bin – und das nach 3 gewechselten Worten auf der Straße. Freundschaften werden hier sehr schnell geschlossen. Ich zeigte ihm dann, dass man sie auch ebenso schnell wieder beenden kann und lies ihn im Regen stehen. Scheinbar hab ich mich kein Stück verändert in den letzten 3 Monaten….Oje!
Aber eigentlich wollte ich was zu meinem Hongkongaufenthalt sagen. Nach erfolgreichem letzten Abend (es gab Flusskrabben und Flussschnecken!) und gelungener Überfahrt von Shanghai nach Hongkong im chinesischen Nachtzug und erfolgloser CS-Suche wollte ich diverse Hostels abklappern. Schon im ersten hatte ich kein Glück und auch keine Lust mehr weiterzusuchen. So ließ ich mir denn ein Zimmerlein aufschwatzen, was für meinen Geldbeutel zu teuer, für HK-Verhältnisse aber völlig ok war. Drei Nächte, so dachte ich mir, kann man sich geben. (Meine Meinung änderte sich schnell, als ich meine Telefonrechnung für den Mai sah!) Jedenfalls war das Zimmer direkt auf der Insel – Downtown. Causewater Bay. Mittendrin.
Mal davon abgesehen, dass HK ein Schmelztiegel für ALLE Arten und Formen von Menschen ist – so gehts hier doch nur um das eine: Shoppen. Da ich diesem Verlangen leider nicht nachgehen kann (ich erwähnte meine Telefonrechnung bereits!), war mein Aufenthalt geprägt von Stadterkundung, Visumsbeantragung (erschreckend, wie leicht man hier ein Visum für China bekommt!), Kurztrips (nach Macau) und Inselausflug. Zudem habe ich mir endlich mal die gesammelten Werke des Bud gegönnt und muss schon sagen: reife Leistung Alter. Halte durch – nächstes Jahr bin ich da! 😉
Zurück nach HK.
Ich hatte das Zimmer bis Samstag und mein neues Domizil in Shenzhen erst zum Sonntag gebucht. Somit blieb mir eine Nacht auf der Insel. Ich suchte mir Lamma Island aus (genau, des Namens wegen!). Die Insel ist verhältnismäßig gross und einige hässliche Fabrikanlagen sowie drei grosse Schornsteine zieren dies Kleinod. Letzteres sorgt allerdings dafür, dass nicht so viele Touristen einfallen. Ich machte mich also mit Sack und Pack auf einen der angegebenen Pfade, merkte unterwegs, dass ich völlig überladen war (ich muss da mal noch etwas umbauen und mich endlich auf die Tropen einstellen!) – und fand letztlich auf halben Wege auch einen ganz netten, unbevölkerten Strand. Da hieß es erstmal BADEN. Das erste mal in diesem Jahr und bei den tropischen Temperaturen auch dringend notwendig. Dann wartete ich auf die Ankunft der Nacht. Die Holde kam auch prompt und brachte Heerscharen von Mücken mit. Da hat dann aber jemand in Rekordzeit sein Zelt aufgebaut. 🙂 In diesem Moment habe ich dann feststellen dürfen, dass ein Großteil meiner Ausrüstung viel zu warm ist für diese Region. Morgen gehts shoppen und hoffentlich finden ich ein paar passendere und leichtere Teile.
Jedenfalls war an Schlaf in dieser Nach nicht zu denken. Zum einen, wie bereits erwähnt, viel zu warm und zum anderen ständig Stimmen und Gewusel draußen auf dem Wasser. Und ich vermute mal, das waren keine Sportangler.
Der nächste Tag war dann vom Feinsten. Sonne satt. Der Sand brannte schon um 10 Uhr unerträglich unter den Füssen und ich taumelte auf der Suche nach Abkühlung zwischen Ozean und einem kleinen Süßwasserrinnsal hin und her. Dieser Zufluss mit eingepasster Sitzmöglichkeit ist ein Platz der Götter und fuer ein paar Stunden gehoerte er mir. Nur schwer konnte ich mich losreissen, begab mich in dieser Affenhitze dann doch auf den Rückweg (es ging fast nur aufwärts!) – sprang auf die Fähre Richtung HK, trank noch einen großen Ice-Kaffe-Latte (meine Entdeckung der Saison und nicht das Schlechteste bei dem Wetter.) Anschließend gings mit der Metro wieder Richtung Festlandchina, wo ich mir dann noch am Bahnhof in Shenzhen Tickets für meine nächsten Stationen holte und dann zu meinem Billighotel eilte.
Heute gabs Stadtbummel, Einkaufen, CS-Suche für meinen nächsten Halt Chengdu und jede Menge Regen. Morgen werde ich mich dann noch mit Scott (einem Kollegen von Carsten) treffen, worauf ich mich schon sehr freue. Menschen, die einen noch nicht kennen aber schon so dermaßen geholfen haben, sind immer gut! 🙂

Ein Gedanke zu „Hongkong

  1. K.

    hahahahaaa! kann ich mir direkt bildlich vorstellen, wie du den typen im regen zurückgelassen hast! genau das lerne ich grade: einfach gehen (und am besten ohne das gefühl, versagt zu haben), wenns mir zu blöd wird! respekt!
    ich wünsche noch ne feine weitere reise, viele erlebnisse und bin auf weitere neuigkeiten von andern ende der welt gespannt! grüße aus Le. 🙂

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