Sankt Petersburg

Nach einer interessanten Nachtfahrt mit einer Platzkarte (der ganze Wagon ist voll und alle schlafen) bin ich heute in aller herrgotts Frühe in St. Petersburg eingetroffen und habe im, von Christina empfohlenen „Hello Hostel“ – direkt am malerischen Ufer der Newa gelegen – eingecheckt. Bei herrlichem Fruhlingswetter habe ich die Stadt ein wenig erkundet, bin in der Sonne eingedöst und habe Tolstoi weiter gelesen…. was will man mehr.
Jetzt habe ich etwas Zeit und versuche hier mal die letzten Moskautage zu rekonstruieren.
Nachdem der Donnerstag nicht so spannend verlief (ich habe mir das Uni-Gebäude angesehen, bin Stunden lang an einer großen Verkehrsstrasse entlanggelaufen – werde nie wieder über Leute mit Mundschutz in Großstädten lachen – und bin ein wenig der Moscwa gefollowed down zum Gorki Park) war der darauf folgende Tag schon wesentlich spannender.
Zunächst war ich mit Vladimir am sehr frühen abend ein Bier trinken, was meine eh schon bescheidenen Englischfähigkeiten noch mehr herabstufte und ich zu allem was folgte auch noch zu spät kam. (diese Tugend ist diesem Deutschen nicht mehr eigen….)
Jedenfalls war ich zuerst mit Natalie (eine Freundin von Eleonora und Sebastian) bei einem (Achtung Ralf!) Rachmaninov- Konzert von Musikstudenten. Für lau. 😉 Eine sehr feine Sache.
Anschließend wurde mir noch das Gogol-Haus und die Hochzeitskirche von Puschkin gezeigt. Nach viel zu kurzer Zeit mit Natalie, kam ich dann auch zu spät zu meiner nächsten Verabredung mit Marina. 🙂 Waren dann noch etwas im freitäglichen Moskauer Nachtleben unterwegs. (Marina kann ich einfach nicht genug danken, für ihre Geduld und ihre Hilfe bei den Zugtickets!)
Der Samstag war inhaltlich und wettertechnisch eher dürftig – allerdings war ich mit Vladimir einkaufen und habe zum ersten mal in einem russischen Supermarkt Konfekt gekauft. Mjamjam.
Abends solltes dann eigentlich losgehen Richtung S.P. – die Tickets waren schon gedruckt (obwohl sich die Drucker nur schwer finden ließen)…. nur dass ich dann 5 Minuten vor der Abfahrt herausfinden durfte, am falschen Bahnhof zu sein.
Kurzer Hand wurde die Abfahrt dann um 24 Stunden verschoben, so dass ich mir am Sonntag noch die Ausstellung der russischen Nationalgalerie anschauen konnte. Ich glaube, die russischen Maler werden unterschätzt. (Es waren ein paar sehr gute Sachen dabei!)
Ja. Beim zweiten Anlauf hat das mit dem Abstecher nach S.P. geklappt. Zwei Tage sind allerdings viel zu wenig für so eine Stadt. Hier steht ein alter Klotz neben dem anderen – was das Stadtbild natürlich um einiges ansprechender als das Moskauer macht.
Ich überlege nun, den für morgen angedachten Gang in die Erimitage wegzulassen ( zu teuer und viel zu viel Zeug) und stattdessen das Wetter genießen und etwas weniger zu machen (Leninstatue, die von Frau Link beschriebenen Piroggi-Stände suchen und abends CL-Halbfinale)…. mal schaun.
Am Mittwoch gehts dann weiter nach Ischewsk. Von dort dann die nächsten News.
Jens

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