Matera, Bari, Lecce

Ueber Matera kann man eigentlich nicht so viel sagen – ist mehr eine Stadt zum sehen. Ich hatte hier das Glueck, in ein fast neues Hostel am Rande der Altstad einzuziehen. Wieder einmal war ich fast allein da. Nebensaison halt.

Die gesamte Altstadt, die sich nicht bis ganz zum Fluss hinab zieht, ballt sich an und um eine Hangwand. Die Wohneinheiten wurden teilweise in Fels gehauen und oder an diesen angebaut. (eine halbe Felsenstadt!) Der neue und weitaus weniger sehenswerte Teil der Stadt erstreckt sich oben auf dem Bergplateau.

Nach spaetestens zwei Tagen hat man die Stadt, in der der Filmjesus gekreuzigt wurde, abgelaufen – inkl. der Wanderwege, die runter zum Fluss fuehren, sich bei der Haengebruecke treffen und nach deren Ueberquerung wieder in alle moeglichen Richtungen auf dem gegenueberliegendem Hang auseinander gehen. Oben angelangt, hat man einen fantastischen Ausblick und man kann noch in ein paar sehr alte Hoehlen schnuppern, die vermutlich mal als Ritual- oder Zufluchtsstaette dienten.

Als es langweilig wurde in Matera, ging es weiter ins nahegelegene Bari. Eine weitaus schoenere Stadt, als ihr Ruf vermuten laesst. Zumindest der Hafen, mit der Altstadt herum und den angrenzenden Stadtteilen. Da, wo sich auch mein Hostel befand. In Bari gibt es naemlich exakt ein Hostel – den Olivenbaum. Aufgrund der fehlenden Konkurrenz etwas teuer und trotzdem sehr zu empfehlen. Zum Zeitpunkt meines Aufenthalts befand sich auch noch eine groessere Gruppe Tscheschen da. Acht oder zehn Leute… Man hat sie selten gesehen, dafuer aber mehr gehoert. 🙂

Von der Stadt selbst bekommt man gar nicht so viel mit, da man die meiste Zeit damit beschaeftigt ist, den Boden nach Hundekot abzuscannen und diesem auszuweichen. (Auch ein Grund dafuer, die Stadt mal zu verlassen!) Bari dient als Sprungbrett fuer Kurztrips nach Matera (von wo ich ja herkam), Polignano a Mare (Stadt am Meer ueber Steilhang) und Alberobello (pyramidenfoermige Steindaecher)… Habs mir alles mal reingezogen! 🙂

Nach Bari sollte es fuer lediglich zwei Naechte nach Lecce gehen. (Da wollte ich unbedingt hin, weil ich den Italiener bei Michel und Peter  in Berlin darueber hab reden und schwaermen hoeren…) Anschliessend war vorgesehen, dass mich die Faehre von Brindisi nach Griechenland shippert. Aber aehnlich wie schon bei Spartacus sollte dieser grandiose Plan scheitern. Bei mir waren es freilich keine ehrlosen Piraten, sondern streikende Seebaeren, die mehr Geld und/oder weniger Steuern wollten. Zwei mal wurde mein Boot gestrichen (im Sinne von abgesagt!), so dass ich noch ein paar Tage in Lecce festgenagelt war. Hier habe ich zum ersten mal Airbnb ausprobiert. Auch wenn es im Vergleich zu Hostels etwas teurer ist und die Bedienbarkeit der Seite auf den mobilen Geraeten ziemlicher Schrott – so kann man das schon mal mit machen. Is halt was fuer bequemreisende mit Geld (wie mich!). Eine Art Couchsurfing mit bezahlen.

Genug davon.

Fuer mich waren es sehr ruhige, eigentlich recht faul verlaufende Tage in Lecce. Umherschlaendern und die huebsche Altstadt bewundern, ein paar Tagestouren nach Oplontis (die weisse Stadt) und Galipolli und ein Besuch in der besten und guenstigsten Pizzeria in Lecce. Viel mehr war eigentlich nicht.

Ploetzlich war es Februar und die Faehren fuhren wieder. Somit setzte ich ueber nach Patras in der Hoffnung auf…. keine Ahnung. 🙂

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