Jakarta

indonesisches Leckerli und Diabetesverursacher

indonesisches Leckerli und Diabetesverursacher

Nach einem 24 Stunden Gewaltritt mit dem Bus bin ich am 3. Januar in Jakarta, meinem vorerst letzten SOA-Riesenmoloch (der Ballungsraum um Jakarta ist der zweit-bevölkerungsreichste der Welt – um die 23 Millionen!) angekommen. Während ich in Bengkulu quasi nur aus dem Haus fallen musste, um in die Busstation zu gelangen, so hielt das Gefährt in Jakarta schön weit weg von meinem eigentlichen Ziel. Meine unzureichenden Kenntnisse des örtlichen öffentlichen Nahverkehrs zwangen mich ein Motoradtaxi zu nehmen – bei einem Fahrpreis von 4$ verglichen mit den Öffis reinster Wucher. Dafür ist aber so’n Moped auch der berühmte Jakarta-Verkehrsstau egal. Ging also schön schnell.
Meine erste Amsthandlung bestand darin, den zentralen Platz mit dem Nationalen Monument drauf zu besichtigen. Das ging leider nicht ganz so flüssig wie gehofft, da mich mehrere Schülergruppen ansprachen, um Englisch zu üben und Fotos zu machen. Ein Einheimischer sprach mich sogar auf Deutsch an – verrückt!
Danach lief ich weiter in den Cikini District um ins Six Degrees Hostel einzuchecken und mein Rucksack abzuladen. Anschliessend gings auf zum nahegelegenen Goethe-Institut, wo ich mit Rasti und einigen Pasch-Schützlingen verabredet war. War sehr schön die Leute mal wiederzusehen. Wir gingen zum Mittagessen auf die berühmte Jalan Jaksa und später noch in die historische Altstadt. Ein klasse erster Tag. Da konnte der folgende natürlich nicht mithalten. Da stand ich, mit leichtem Unwohlsein (vermutlich was falsches gegessen!), über eine Stunde in einer proppenvollen S-Bahn und bin nach Bogor im Süden gefahren. Leider völlig umsonst, da der Botanische Garden mit irgendeinem berühmten Palast drinen geschlossen war. Vermutlich war ich mal wieder zu spät. 😉
So gings unverrichteter Dinge wieder zurück. Übervolle S-Bahn, über eine Stunde, Übelkeit usw.
Der Sonntag war dann wieder recht nett. Da bin ich nach Tangerang, im Westen von Jakarta gefahren und habe mich dort mit einigen Pasch-Schülern getroffen, die jetzt dort studieren. Wir waren in einem Nobelrestaurant essen, Safttrinken und Haare schneiden. Seit dem habe ich wieder meinen politisch korrekten Kurzhaarschnitt. Bereit für die nächsten Einsatzgebiete.
Am darauf folgenden Tag wollte ich mir einen berühmten alten Segelhafen im Norden von Jakarta anschauen. Hier wird noch alles wie vor 200 Jahren gemacht. Allerdings war ich auch hier wieder ziemlich spät und das Ding wird wohl grad gebaut, so dass der Hafen schwierig und von mir schon mal gar nicht zu finden war. Pech gehabt.
Gestern habe ich noch die groesste Moschee in SuedOstAsien besucht – durfte allerdings nicht rein ins Heiligtum, da meine Kleidung unzurreichend lang war. Anschliessend gabs noch ein abschliessendes Mittagessen mit Rasti im Goethe-Institut und den halbherzigen Versuch shoppen zu gehen. Das macht nicht wirklich Spass mit diesen weitlaeufigen Megamalls.
Heute ist nochmal Ruhetag angesagt. Passt ganz gut, da es eh grad regnet. Noch ein wenig Internetkram erledigen und dann gehts heute Abend mit dem Zug weiter nach Yogyakarta. Ankunft ist mitten in der Nacht. Ich hoffe auf die uebliche indonesische Bummelei und Verspaetung… aber bei meinem Gleuck sind wir eher da.

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