Sihanoukville / Otres Beach / Koh Rong

Da hats jede Menge Holz vor der Hütten. Ausblick aus meinem Hostelzimmer.

Da hats jede Menge Holz vor der Hütten. Ausblick aus meinem Hostelzimmer auf Koh Rong.


Einschub:
Für all jene, die glauben, ich würde noch immer in einem Kaff hinter Leipzig weilen und mir in der Dunkelheit einer kleinen Laube diese Geschichten ausdenken, denen sei gesagt: kann sein!
Nun aber flux den Faden der Erzählung wieder aufgenommen!
Abreise aus Kampot, diesem netten kleinen Ort, in dem so rein gar nix passiert, nach Sihanoukville. Das mit Abstand spannendste dabei war die Überfahrt in einem kleinen Bus/Van. Dieser bot Platz für vielleicht 10 Leute und verstaut wurden mindestens 15 plus jede Menge Gepäck. Unterwegs gabs dann auch noch ne kleine Polizeikontrolle, die ich mal frei aus dem Gedächtnis zitire: Polizist winkt uns raus – Touristen (besonders ich!) machen sich in die Hosen, weil sie befürchten, der Laden wird wegen Überladung geschlossen – Fahrer steigt bei laufendem Motor aus – wankt zur anderen Straßenseite – zückt ein paar Geldscheine und wirft diese in die Kaffeekasse – Fahrer kommt zurück – Fahrt wird fortgesetzt. Kein Kommentar.
In der Sündenhochburg Sihanoukville angekommen, habe ich mich gleich (zu Fuß; ca. 6 km) an den schön abseits gelegenen Otres-Beach verzogen. Da wars ruhig und angenehm. Urlaub. Dort hab ich dann auch meinen Geburtstag verbracht. Als John, mein Gastgeber, aus Wales stammend und Betreiber von ‚Outres Corner‘, mein Alter schätzen sollte und „24“ sagte, da dachte ich so bei mir, das Zeug was er raucht, kann nicht schlecht sein. Also hab ich mir eine Geburtstagsspezialzigarette gegönnt. 🙂 Das wars dann auch schon. Abgesehen von einem kurzen Fahrradtrip zur Stadt, bestand mein Dasein dort aus sonnen, baden, essen. Nice.
Nach 6 Tagen gings ab auf die Insel Koh Rong. Ein kleines Paradies mit angeschlossenem Dschungel. Leider gibts auch im Paradies schon Tourismus. So kommt auf jeden Inselbewohner mindestens einer aus fremden Landen. Das und die Tatsache, dass die Sonne jeden Tag ordentlich knallt – veranlassen einen zum empirischen und direkten Kulturvergleich. Der weisse Mann, der überall Chef ist sowie Heil und Geld bringt auf der einen Seite – und der kambodschanische Arbeiter auf der anderen. Besondern Niederschlag findet diese Tatsache in der Körperlichkeit. Hier die braungebrannten, athletischen und drahtigen Bodys der Einheimischen – da die durch Wohlstand und Kunstlicht gestählten hellen Unrümpfe der Gäste. Freilich nicht alle, wohl aber die meisten. (Der Autor nimmt sich von diesem Sachverhalt selbstverständlich nicht aus, weist aber darauf hin, dass es sich in seinem besonderen Fall wohl um so eine Drüsendingsbums handelt! :)) Gerade in diesem Punkt (und es ist kein unwesentlicher) verstehe ich einfach nicht, warum die Asiaten sich so unbedingt den westlichen Lebensstil aneignen möchte, wo sie doch eigentlich Vorbild für uns sein sollten.
Naja. Ich schweife ab.
Was wollt ich noch sagen? Ach, genau.
Da hier bereits Hauptsaison ist, haben sich die Preise für Übernachtung verdoppelt. (2$) Eine bodenlose Frechheit. Mein hiesiges Aktivitätsfeld auf der Insel war durchaus etwas abwechslungsreicher und vielfältiger: essen, baden, sonnen. 😉 Naja, und damit verbunden waren Dschungelwanderungen, Kajaken Schnorcheln und Relaxen. Und ich habs endlich geschafft, Heiners Arbeit fertig zu lesen. Ein feines Stück kunsthistorischer Abhandlung über einen der besten Filme da wo gibt: La Belle Noiseuse. Ein Muss für mich, nicht zuletzt, weil mein Name da mit drin steht. Besonders der analytische Teil hat mir sehr zugesagt. Filmtechnische Mittelchen und Bildkompositionen auf deren Wirkung hin interpretiert. Sehr gut, sehr schön. (Jetzt weiß ich auch Hitchcocks Kommentar zum Breitbildformat. :)) Meine Fragen dazu werd ich bei Gelegenheit mal ausformulieren und dem Autor persönlich stellen.
Samstags gabs auch eine der vielgerühmten Fullmoonpartys. Allerdings auf der Nachbarinsel, so dass ich es mir geschenkt habe, allein unter Fremden und für viel Geld da hin zu shippern. Und als ich beim Frühstücken, kurz vor meiner Ständig-Gegen-Den-Strom-Kajak-Tour die letzten Partyleichen von Board des Partyschiffs torkeln sah, da hab ich meine Entscheidung mitnichten bereut. Außerdem: Die nächste Irgendwasmoonparty kommt bestimmt.
Jetzt gehts erstmal weiter nach Siem Reap zum Angelina Jolie Tempel und von dortn aus nach Thailand. Man liest sich.

2 Gedanken zu „Sihanoukville / Otres Beach / Koh Rong

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