Patras, Kreta

Die Ueberfahrt auf der Faehre war lang und -weilig. Einzig das Gewusel am Faehrhafen Brindisi war lustig. Dutzende Trucker aus allen Ecken und Enden der Welt versuchten irgendwie weiterzukommen. Keine Ahnung, warum es da so einen Andrang gab und ob das vielleicht normal dort ist.

In Patras lief unser Dampfer dann am Nachmittag ein. Schon vom Schiff aus wurde der kundige, bequemreisende Pauschaltourist aus Deutschland (also ich!) von Lidl, Eurospar und Praktiker begruesst. Alles wie dahoim!

Da ich mit meinem CS-Gastgeber Panagiotis erst fuer spaeter an der Uni verabredet war, schlenderte ich durch die Stadt, trank einen Kaffee und erledigte Internetkram (das Smartphone/Tablet soll ja sehr wichtig sein fuer Fluechtlinge! Vielen Dank Julian… :))

Von einem strategischen Drang getrieben, versuchte ich Bahn- und Bushaltestellen sowie ein Hostel auszumachen. (alles gefunden!) Leider hab ich den perfekt ausgekluegelten Plan zum Treffen meines Gatsgebers versaut. Habs versaeumt an der richtigen Haltestelle auszusteigen. Dunkelheit und Mitfahrer waren leider auch nicht wirklich hilfreich. Der Perfekte erste Eindruck…. und ich glaube Panagiotis war leicht sauer.

Naja. Letztendlich war dann doch noch allet jut und ich fuhr am naechsten Tag weiter nach Kreta. Hierzu ging es zunaechst mit dem Bus nach Piraeus, dann aufs Schiff und schliesslich nach Heraklion. In der Hauptstadt Kretas angekommen, wollte ich eigentlich nur drei Tage dort bleiben (mal abgesehen vom Generalstreik war eh net viel los!). Ich besuchte hier die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten: den Venezianischen Hafen, das Archaeologische Museum, die Stadtmauer und Lidl. Leider schaffte ich das wichtigste, die minoische Ausgrabungsstaette Knossos nicht mehr. Nach drei Tagen hab ich mir die laengst faellige Erkaeltung zugezogen und musste ein paar Tage kuerzer treten.

Selbst in Rethymno, meiner naechste Station und da wo ich jetzt grad sitze und zu D&B-Rhythmen aus den Boxen diese Zeilen tippe, hatte ich noch Nachwehen. Immerhin gabs schon wieder kleinere Ausfluege. Einmal nach Chania, der ehemaligen Hauptstadt, und einmal an die Suedkueste nach Galini. Beides sehr sehenswert. Kreta hat eine Landschaft zum Niederknien. In Galini traf ich auf meiner Rueckfahrt eine aeltere Deutsche Lady, die mir noch einiges ueber ihren 13jaehrigen Aufenthalt auf Kreta erzaehlte. Deutsche sind hier wahrlich keine Seltenheit.

Jetzt gleich gehts auch wieder raus. Bei 26 Grad kann man das mal machen – vielleicht ja sogar den Koerper der fragwuerdigen Aesthetik wieder komplett der Sonne aussetzen. 🙂

So langsam werde ich dann meine Abreise planen und vorbereiten – und mich vorher, wenns klappt, nochmal mit Dagmar (bekannte Lehrerin) und/oder ihrer Tochter treffen.

Ansonsten ist dann der naechste Halt ATHEN. (Man sagt ja auch: „halt den Athen an!“)

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