Sungai Penuh / Bengkulu

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In Sungai Penuh habe ich leider nur zwei Nächte zugebracht. Ich sage leider, da es sich bei Sei Penuh um ein nettes, kleines, verschlafenes, touristenfreies Städtchen handelt, mit äußerst netten und freundlichen Bewohnern. Ich vermute mal, dass ich an einem Tag so ziemlich alle dort wohnenden, englischsprachigen Leute getroffen habe. Der Erste war der Chef der Feuerwache, welcher mich zu Kaffee und netter Plauderei einlud. Später traf ich noch einen Typen Namens Handy. Er dachte, ich hätte mich verlaufen (stimmte natürlich nicht!), er zeigte mir die berühmteste Moschee im Ort und stellte mir noch David vor. David ist Amerikaner und wohnt mit seiner kanadischen Frau und seinen drei Kindern da. Zusammen mit seinem Partner, der gerade nicht da war, versucht er den Tourismus in der Gegend anzukurbeln und zu entwickeln. Das ist freilich nicht die schlechteste Idee, da man in SP jetzt nicht so viel machen kann – dafür aber die Umgebung sehr reizvoll ist. Es gibt Berge, Vulkane, Seen, Dschungel und Tiger, die noch keiner gesehen hat. Sollte es dich, werter Leser, einmal hierhin verschlagen, dann erkunde die Gegend! Lohnt sich.
Weiter ging es fuer mich mit einer, mehere Stunden dauernden, Busfahrt nach Bengkulu. Eine wilde Fahrt. Die Strassen sind manchmal gut und manchmal gar nicht mehr da – hierzulande fuehren Politiker Wahlkampf, indem sie Strassen versprechen – und der Fahrer ist doch recht sportlich gefahren. Zudem hatte ich mich auf der Haelfte der Strecke schon gefreut, dass der Buss lehere wurde und man sich mal ausstrecken konnte – doch da haben wir gleich einen anderen Bus getroffen, der eine Panne hatte und dessen Passagiere wir nun mitnehmen mussten. Es war noch weniger Platz als vorher.
Angekommen in diesem beschaulichen Staedtchen, hab ich mich gleich erstmal zur billigsten Herberge begeben. Nach zwei Naechten habe ich diese dann wieder verlassen und mir fuer etwas mehr Geld eine stillere Unterkunft gesucht. War besser so.
Nun hocke ich schon eine Woche in dem Kaff und habe hier Weihnachten und (gleich) Silvester durchlebt. Sehrsehrsehr ruhig. Ansonsten habe ich hier gar nicht so viel getrieben. Mein Visum habe ich verlaengern lassen. War nicht einfach, da es technische Probleme gab. (Trotzdem ein Hoch und Lob auf das nette und engagierte Personal!) Aber nun hab ichs. Anfang Februar muss ich dann das Land von Bali aus verlassen.
Anonsten hab ich meine Weiterreise nach Jakarta organisiert und noch ein paar nette Leute, die ein paar Brocken Englisch konnten aufgetan. Bin viel umhergelatscht. Zum Strand, zum Cafe, zum Internet, zum Einkaufen, in die Suburbs undundund. Essen war hier auch wieder leckerst, viel zu viel und viel zu billig! Die Regentage (zu Weihnachten hats hier geregnet!) hab ich zu Hause im Trockenen verbracht.
Und das wars auch schon. Morgen nochmal nen schoen ruhigen Tag machen und am 2. gehts dann nach Java.
Ich meld mich.

Ein Gedanke zu „Sungai Penuh / Bengkulu

  1. Kai

    Hey Schnulli,

    alles Gute noch für 2014 und viele Inspirationen für’s Weiterschreiben, immer schön, hier was neues zu lesen!

    Gruß, Kai

    Antworten

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